Ackerbauinfo 12/2019 vom 13.05.2019                                                                                                                                                                              

Getreide


Nach den Niederschlägen der letzten Woche entwickeln sich die Bestände zügig weiter. Erste Blattflecken sind in den meisten 

Beständen zu finden. Nach der Behandlung kommen Infektionen oft erst zum Vorschein. Bereits befallenes Gewebe wird gelb, 

es bilden sich aber keine Sporenkörper aus. Dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Pilz erfolgreich bekämpft wurde.
Nicht behandelte Bestände sollten zeitnah behandelt werden, da die Kurativleistung der Mittel nur sehr begrenzt ist. Bestände, 

bei denen die Vorbehandlung bereits länger her ist und das Fahnenblatt zu min. 80 % geschoben ist, sollten zeitnah 

nachbehandelt werden. Das Fahnenblatt sollte unter allen Umständen geschützt werden, das es den größten Anteil am Ertrag
ausmacht. Mittel mit einer langen Wirkungsdauer sind hier notwendig:

 1,8 l/ha Ceriax
 0,8 l/ha Gigant + 1,2 l/ha Zakeo Opti
 1,0 l/ha Gigant (volle Aufwandmenge)
 1,2 l/ha Ascra Xpro
 0,8 l/ha Elatus Era + 1,2 l/ha Amistar Opti

Ohne Vorlage sollten die Aufwandmengen um ca. 20 % erhöht werden.


Bestände regelmäßig auf Blattläuse und Getreidehähnchen kontrollieren.

Die Stickstoffmenge sollte jetzt bis zum angestrebten Wert (max. bis laut Bedarfsermittlung möglichen Wert) aufgedüngt werden. 

N-Gesamtmengen von ca. 170-180 kg N/ha waren in den letzen Jahren für gute Erträge mit guten Qualitäten in der Regel
ausreichend.



Rüben 


Insektizide

Bestände regelmäßig auf Läuse kontrollieren. Bei Erreichen der Schadschwelle korrigierend eingreifen.
Läusebefall lässt sich mit 0,3 kg/ha Pirimor Granulat sicher kontrollieren.
Im 4-6 Blattstadium kann eine Behandlung mit 250 g/ha Mospilan SG erfolgen. Derzeit geht man von ca. 5-7 Tagen Schutz aus.
Ab 8 Blättern wird mit 140 g /ha Teppeki die längste Dauerwirkung erreicht (man geht von ca. 14 Tagen Schutz aus, Erfahrungen 

gibt es aber derzeit nicht).
Teppeki und Mospilan SG dürfen nur jeweils 1x pro Jahr angewendet werden.

Um die Wirkung abzusichern ist der Zusatz von Zitronensäure zur Ansäuerung der Spritzbrühe sinnvoll.

Insektizide und Herbizide nicht mischen.

2.NAK

Bei dunklem Boden die Betanal-Mengen nach unten anpassen und ggf. die Metamitron-Menge nach oben setzen:

1,5 - 2,0 l/ha Metafol SC / Goltix Gold

+     1,0 - 1,25 l/ha Betanal Maxx (nach 2. Tagen ohne Niederschlag bis 1,5 l/ha)
+     0,2 - 0,3 l/ha Stemat

oder

+     1,5 - 2,0 l/ha Betasana SC
+      0,5 l/ha Oblix
+      (0,5 l/ha Agrar Öl oder 0,15 l/100 l Wasser Kantor)  ( nach 1-2. Tagen ohne Niederschlag)

Bei Bedarf:

 Kamille, Knöterich-Arten, Raps im Keimblatt / 1. Laubblatt

+ 25 - 30 g/ha Debut + FHS

 Große Kamille oder Raps 

+ 25 g/ha Debut + FHS + 0,5 l/ ha Vivendi oder 0,1 l/ha Lontrel 600

Bitte nur bei vorhandener Wachsschicht verwenden (min 2. Tage trocken)

+ 0,3 l/ha Spectrum (ohne zusätzliches Öl oder Additiv)


Gräser/Hirsebehandlungen können ca.5 Tage nach der NAK ausgebracht werden:

0,5 l /ha Gallant Super 

oder 

0,7 l/ha Agil S 

oder 

1,0 l/ha Fusilade Max.

+ 0,6 l/ha Spectrum

Der Zusatz von reinem Metamiron ist ebenfalls möglich. 



Wichtig: Für alle Herbizidmaßnahmen in Zuckerrüben ist Wind der entscheidende Faktor!

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen erstellt. Die Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko.
Bitte beachten Sie die Gebrauchsanweisungen vom Hersteller.

Landhandel Hermann Förster

Georg Linges      02182 - 824 43 111 o. 0177 - 795 35 82
Wiebke Rüttger 02182 - 824 43 112 o. 0152 - 559 844 85

Landhandel Franz Offer GmbH & Co.KG

Martin Bulich  02182 - 828 94 12 o. 0172 - 765 14 39
Martin Meyer  02182 - 828 94 13 o. 0177 - 828 94 13
Niklas Neeff    02182 - 828 94 14